27.04.2018 – von Andrea Miolo-Eberhard

Der Superlativ lohnt sich selten

Der Superlativ lohnt sich selten

Egal ob in Reden, Texten oder in der Werbung – setzen Sie den Superlativ sparsam ein und nur dort, wo er korrekt ist. Untermauern Sie ihn zudem mit Fakten.

«Am schönsten», «am besten», «am schnellsten». Heute werden wir mit Superlativen überhäuft. Weil er zu oft eingesetzt wird, hat er seine Wirkung verloren. Mehr noch; man misstraut ihm. 

Zum Beispiel:

Statt: Unsere Berater sind jederzeit in der Lage, das breiteste Angebot mit allerhöchster Kompetenz anzubieten.

Besser: Unsere Mitarbeitenden beraten Sie gerne und kompetent zu unserem Sortiment. Dieses ist mit zwanzig verschiedenen Produkten das breiteste Angebot im Schweizer Markt.

Übrigens: Juristisch ist der Superlativ nicht ganz ohne. Nimmt ein Adressat die Botschaft als bare Münze, kann das für den Absender unter Umständen heikel und teuer werden. Dieser müsste in einem Rechtsfall beweisen, dass die Aussage so stimmt und sein Produkt oder seine Dienstleistung wirklich «am besten» ist.
Der Superlativ lohnt sich selten